Hauptfolge Januar 2026 – Folge 85
In dieser Folge geht es neben dem bewährten Journal Club um Notfälle bei Patient:innen mit Herzschrittmachern und ICDs, mit ganz viel Hintergrundwissen zu diesem Thema. Außerdem haben wir euch wieder eine Anästhesie-Perle mitgebracht und eine Live-Aufnahme von Paulas Lieblingsfehler vom Bremer Symposium Intensivmedizin und Intensivpflege 2025. Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Hören!
Vermischtes
Vermischtes: https://www.ai-online.info/images/ai-ausgabe/2025/11-2025/AI_11-2025_Verbaende_BDA_Cremer-Schaeffer.pdf
Journal Club
Paula
Alm-Kruse K, Scquizzato T, Mauro MD, Fu J, Gazzato A, Vargas M, Pace MC, Monti G, Momi E, Landoni G, Scandroglio AM, Zangrillo A; TIME-CARE Study Group. Features and circumstances of out-of-hospital cardiac arrests caught on camera: an analysis of publicly available online videos. Resuscitation. 2025 Dec 22:110939. doi: 10.1016/j.resuscitation.2025.110939. Epub ahead of print. PMID: 41443574.
Cone LH, Walden LM, Fleming NW. Rocuronium for Treatment of Sugammadex Anaphylaxis: A Case Report. Case Rep Anesthesiol. 2025 Nov 29;2025:5741904. doi: 10.1155/cria/5741904. PMID: 41322671; PMCID: PMC12663690.
Henning
Nasa P, van Meenen DMP, Paulus F, Ferrando C, Bluth T, Gama de Abreu M, Ball L, Bossers SM, Schober P, Schultz MJ, Serpa Neto A, Hemmes SNT; REPEAT; PROVHILO; PROBESE; investigators of the PROVE network; ESAIC CTN. Association of intraoperative end-tidal CO2 levels with postoperative outcomes: a patient-level analysis of two randomised clinical trials. Br J Anaesth. 2025 Dec;135(6):1761-1769. doi: 10.1016/j.bja.2025.07.076. Epub 2025 Sep 10. PMID: 40930872.
Bennett-Guerrero E, Romeiser JL, DeMaria S, Nadler JW, Quinn TD, Ponnappan SK, Wang R, Gloff MS, Lee KJ, Levin MA, Sroka RD, Stanley SL, Wang D, Sasson AR; GA-CARES Trial Group. Anesthesia Type during Cancer Surgery: Results of the GA-CARES Randomized, Multicenter Trial. Anesthesiology. 2026 Jan 1;144(1):51-62. doi: 10.1097/ALN.0000000000005769. Epub 2025 Dec 9. PMID: 41363871; PMCID: PMC12677337
Thorben
Notfälle bei Schrittmacher- und ICD-Träger:innen
https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-57828-5_11
https://link.springer.com/article/10.1007/s10049-002-0442-4

DGK-Leitlinie Schrittmacher und kardiale Resynchronisation (2021)
Fröhling et al. Herzschrittmacher- und Defibrillator-Therapie, 2. Auflage (2006)
04:40 Kommentare
12:00 Vermischtes
37:10 Journal Club
1:38:00 Anästhesieperle
1:42:20 Hauptthema SM/ICD
3:20:15 Lieblingsfehler
Hallo liebe Pin-up-docs
Bzgl. Torbens Eto vs. Ketamin Studie:
Ich hab diese Studie selbst für unseren klinkinternen Journalclub im Jänner aufgearbeitet.
Die hohe Keta Einleitungsdosis ist meiner Meinung nach durch die Verwendung von klassischem Ketamin und nicht Esketamin erklärbar. Wie ihr am Ende des Beitrags dann noch richtigerweise diskutiert habt.
Für Mono-Einleitung mit klassischem Ketamin finde ich die durchschnittliche Studiendosierung von 1,6mg/kgKG durchaus in Ordnung. Wenn man Opiat und oder Benzo zugibt kann man natürlich niedriger dosieren, das war aber nur in einem Bruchteil der Studienpopulation der Fall.
Persönlich hab ich nur Erfahrung mit Esketa und da wäre 0,8mg/kgKG Mono Dosis (was ich nicht standardmäßig mache) bei kritisch Kranken für mich nachvollziehbar.
Positiv an der Studie finde ich außerdem die Wahlmöglichkeit der Dosierung (full/intermediate/low) durch den Klinker. Damit war eine Anpassung im Rahmen je nach klinischer Einschätzung möglich. Also z.b. je kränker desto weniger und nicht alle Patienten wurden mit 2mg/kgKG Keta umgebügelt.
LG Georg
hört sich nach einem klassischen Fall von Enantiomer-Verwirrung an… erschwerend kommt hinzu, dass bei der Diskussion von Ketamin vs „Ketanest“ gesprochen wird, wo eigentlich „Ketanest S“ als Verkaufsname von Esketamin gemeint ist.
die allermeisten bei uns werden wohl Esketamin, ergo „Ketanest S“ kennen und nutzen…
Der Schicksalsberg der Deutschen müsste aber der Nanga Parbat sein. Annapurna war meines Wissens nach französisch 🙂
Klassischer Lieblingsfehler, der so oder so ähnlich bestimmt sehr häufig vorkommt und deswegen um so wichtiger ist. Ich persönlich finde ihr solltet bei den Fallvorstellungen aber ein bisschen mehr auf Anonymität achten, erst recht wenn der namentliche genannten Person auch ein Fehlverhalten zuzuschreiben ist. Die Person kann in diesem Format nicht Stellung dazu beziehen bzw. ihre Sichtweise erläutern und dann bekommt das Ganze schnell einen gewissen Beigeschmack (Was ja genau das Gegenteil von dem ist was ihr mit dem Lieblingsfehler erreichen wollte)
Lieber Thomas,
vielen Dank für Deinen Kommentar und deine kritischen Worte. Uns ist es in der Tat sehr wichtig, niemanden bloßzustellen, denn genau davon lebt dieses Format. Vielleicht haben wir nicht klar genug formuliert, wie es zu diesem Beitrag kam. Das war der Mitschnitt meines Vortrags aus der „Lieblingsfehler-Session“ des Kongresses für Intensivmedizin und Intensivpflege von 2025, in dem ich meinen eigenen Fehler dargestellt habe, so wie er mir passiert ist. Das so öffentlich darzustellen war meine eigene Entscheidung, mit der Intention Menschen dafür zu sensibilisieren und zu verhindern, dass anderen der gleiche Fehler passiert wie mir. Alle anderen Personen, die in dem Fall vorkamen waren natürlich anonymisiert, das hätten wir vielleicht noch einmal expliziter sagen sollen. Der Fall wurde selbstverständlich auch unmittelbar nach dem Ereignis mit allen Beteiligten nachbesprochen, sodass ich den Eindruck habe, dass es okay war ihn im Sinne der Fehlerkultur einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Liebe Grüsse,
Paula
Hatte nicht mitbekommen, dass es sich bei Schwester Ella um ein Pseudonym handelt. Fand Vorname+Funktion+Arbeitsstelle halt grenzwertig, zumal es bestimmt auch Hörer gibt, die deine alte Abteilung und damit die entsprechende Person kennen. Falls die beteiligten Personen mit der Nennung einverstanden sind ist es natürlich auch noch eine andere Sache. Vielen Dank für das Teilen des Fehlers 👍