„titriert“ DOAK und Antikoagulation bei ACS

Wie antikoagulieren beim ACS und vor allem wie, wenn der Patient noch ein DOAK einnimmt ? Hier herrscht große Unsicherheit. Thorben präsentiert ein Paper dazu und wir sagen euch, wie wir es machen. Feedback ist gerne gesehen!

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5 Kommentare

  • Sebastian

    Ich finde weder in den AHA/ACC- noch in den ESC-Guidelines Empfehlungen für eine Heparingabe bei NSTE-ACS. So wie ich die Leitlinien verstehe, wird im Rahmen eines STEMI Heparin nicht gegeben, um den Herzfarkt zu behandeln, sondern weil es im Rahmen der Angioplastie bei einer höheren ACT weniger Komplikationen gibt. Für die Heparingabe bei STEMI und PCI wird ein Level of Evidence Klasse C angegeben. Ich denke, ob das Heparin präklinisch oder im Rahmen der PCI gegeben wird hat keinen Einfluss auf das Outcome.
    Insofern ist eine präklinische Heparingabe beim STEMI ein „kann“ (bzw „muss nicht“) und bei allen anderen Indikationen kontraindiziert.

    • Thorben Doll

      Moin Sebastian,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Besonders für über das präklinische Management sagen die Leitlinien aus meiner Sicht gar nichts aus. Ich denke sogar wir haben am Ende eine sehr ähnlich Meinung.

      Ich würde möchte es umformulieren:

      Dringliche/sofortige PCI Indikation (da gibt es ja einiges mehr als den klassischen STEMI) –> Heparin-Gabe kann.

      PCI hat Zeit –> kein Heparin.

      Ich habe versucht das mit meinen „Zusatzkriterien“ (Heart-Score ohne Troponin) auszudrücken.

      Am Ende sollte man doch von der STEMI Definition weg.

      Können wir uns darauf einigen? Ich werde das im nächsten Podcast nochmal klarstellen.

      Liebe Grüße

      Thorben

  • Hug André

    Einfach ASS zu geben finde ich nicht gut, da es nach wie vor ein Medikament ist. Ein Patient mit vorbestehender Medikation mit ASS ist die Fragestellung, ob er dies heute eingenonmen hat ,wenn er dies bejat, bei einer üblichen Dosierung mit 100mg ist der Körper genug aufgestättigt und eine zusätzliche Gabe erübrigt sich.

    • Thorben Doll

      Hallo Hug,

      ich verstehe deinen Gedanken. Allerdings sind mir gar keine Studien/Leitlinien bekannt die sich in diesem Fall eindeutig positionieren. Ich möchte zumindest ein Gegenargument zu deinem Vorgehen anbringen:

      Beim NICHT ASS vorbehandelten Patienten wird eine „Loading Dose“ von 150-300 mg oral/i.v. empfohlen. Können wir sicher sein, dass die Patienten mit einer ASS Dauertherapie von einer erneuten Loadings Dose nicht doch profitieren ?

      Wenn du Literatur dazu hast freue ich mich.

      Liebe Grüße

      Thorben

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