Podcast Dezember 2021 – Folge 35

Hier ist die letze Folge des Jahres 2021. Wir haben wieder illustre Gäste gehabt und konnten uns über PSNV unterhalten. Dazu gibt es DIE Regeln zur Notfallmedizin von Thorben und auch Dana bringt wieder einen Beitrag zur Rechtsmedizin. Viel Spaß beim hören!

Kommentare

 https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(19)30417-5/fulltext

Vermischtes:

Dana: Gewalt an Krankenhäusern, Beitrag mit Dr. Henning Stein

Studien:

Johannes:

Thorben:

Dana:

  • The Association Between the Number of Prehospital Providers On-Scene and Out-of-Hospital Cardiac Arrest Outcomes. [published online ahead of print, 2021 Nov 22]. Prehosp Emerg Care. 2021;1-10. doi:10.1080/10903127.2021.1995799
  • Menstrual Changes after covid-19 vaccination – BMJ 2021; 374 doi: https://doi.org/10.1136/bmj.n2211 (Published 16 September 2021)
  • Grubic N, Hill B, Phelan D, Baggish A, Dorian P, Johri AM. Bystander interventions and survival after exercise-related sudden cardiac arrest: a systematic review. Br J Sports Med. 2021 Dec 1:bjsports-2021-104623. doi: 10.1136/bjsports-2021-104623. Epub ahead of print. PMID: 34853034.
  • Lavonas EJ. Advanced airway interventions in paediatric cardiac arrest: Time to change the paradigm? Resuscitation. 2021 Nov;168:228-230. doi: 10.1016/j.resuscitation.2021.09.028. Epub 2021 Oct 7. PMID: 34627868.

PSNV im Einsatz mit Kristina Schmidt:

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18 Kommentare

  • Erika W.

    Hallo,
    ich hab euch beim Rettungsdienstkongress kennen gelernt und war jetzt den ganzen Dezember damit beschäftigt euren Podcast durch zu suchten. Jetzt bin ich up-to-date und bei der aktuellen Folge angekommen.
    Erstmal großes Lob an euch.
    Zum aktuellen Thema PSNV wollte ich euch noch auf die PSU akut hinweisen. https://www.psu-akut.de
    Ich weiß nicht ob die bei euch bekannt sind. Das ist ein Verein der in München ins Leben gerufen wurde um die Vorsorge, Schulung, Krisenintervention und Forschung im Bereich Psychosozialer Unterstützung (PSU) im Gesundheitswesen vor allem auch im Klinischen Bereich voran zu treiben. Die haben auch eine Hotline wo man sich melden kann.
    Und da ihr auch gern wisst wer euch so schreibt. Ich bin seit 7 Jahren Rettungssanitäterin aus dem schönen Allgäu und mittlerweile Medizinstudentin in München.
    Macht weiter so

    • Johannes Pott

      Hallo Erika,

      vielen Dank für dein Lob 🙂

      Die PSU-Hotline kennen wir und sie wird sogar in den Shownotes zur Folge verlinkt. Vielen Dank aber nochmal für den Hinweis 🙂

      Viele Grüße von den Pin-Up-Docs,

      Johannes

  • Pavel

    Interessant, dass wenn es um was Positives geht dann Kollginnen, Ärztinnen und Ärzte.
    Wenn es um sexuelle Gewalt geht, dann Erzieher reicht.
    neue Ethik

    • Thorben Doll

      Du hast absolut recht. Wir sind da auch noch im Lernprozess und geloben Besserung. Sei dir aber sicher, dass es keine Absicht war.

      Was daran „neue Ethik“ sein soll verstehe ich allerdings nicht.

  • Johannes Keller

    Hallo,
    erstmal großes Lob an euren Podcast. Ich höre euch immer auf meiner Pendelstrecke in die Klinik. Ihr macht den Weg bedeutend interessanter und amüsanter.
    Ein Kommentar will ich zu der Studie bzgl. der Beatmung von Kindern in der Reanimationssituation loswerden. Ich denke ihr stellt es auch klar heraus, dass der endotracheale Tubus der Goldstandard in der Reanimationssituation ist, nicht nur bei Kindern und nicht nur bei der Reanimation. Woran Menschen egal welchen Alters sterben ist der Sauerstoffmangel und nicht der Tubusmangel. Wie ihr es auch schon sagt, sollte man sich nicht lange mit der Intubation aufhalten. Die supraglottischen Hilfen (LAMA oder Larynxtubus) sind so leicht und schnell zu legen, das man darauf ruhig zurückgreifen darf und MUSS. Kinder lassen sich damit gut beatmen. Sollte die Lama verrutschen lässt sie sich genauso leicht wieder replatzieren. Meiner Meinung nach wird dem Tubus da zu viel Bedeutung beigemessen. Das gilt nicht nur für Kinder. Auch in anderen Situationen abseits der Strassenreanimation gilt, dass es der Sauerstoffangel ist, der Patienten sterben lässt und am reanimiert werden hindert. Im Rahmen einer Notsectio z. B. sollte die Larynxmaske nicht erst beim dritten Intubationsversuch gesucht werden, sondern sollte bereits nach dem ersten gescheiterten Intubationsversuch platziert werden. hier hat man sonst sehr schnell auch 2 Tote zu beklagen. Und ich denke keiner wird hinterher böse über die fehlgeschlagene Intubation reden, sondern eher das besonnene und überlegte Handeln bewundern.

    Meine Meinung als Anästhesist. Wollte die nur mal loswerden.

    Liebe Grüße

    • Dana Maresa Spies

      Hallo Johannes,

      Du hast vollkommen recht und so wollte ich das auch darstellen, vielen Dank, dass Du das auch nochmal herausgearbeitet und deine Meinung dargestellt hast!

      Liebe Grüße und vielen Dank für dein Feedback,

      Dana

  • Mark

    Hallo Dana,Thorben, Johannes,

    das Thema Schwurbler in medizinischen Kreisen und wie damit umgehen beschäftigt mich, genauso wie Euch und wahrscheinlich viele andere.
    Genauso wie die Frage, wie man mit Patienten und Angehörigen umgeht, von schwer kranken Covid Patienten, die nicht daran glauben. Dazu habe ich einen guten Fallbericht in „Intensive Care Med“ gefunden . Free Fulltext.
    https://doi.org/10.1007/s00134-021-06578-w
    Er heißt „Brave Enough“

    https://link.springer.com/epdf/10.1007/s00134-021-06578-w?sharing_token=dKst1rzOatJTreAzsiAOBPe4RwlQNchNByi7wbcMAY6EdQqwmFRTEZyhf_8tOZDHuke8W81C2DarzPLQ2QZ2lFp9jBy0K8WGqoIwJXFhcu-4rkq4vzRuh3qUGWvtHh8DMUo0Y72yxOXsd8B8FhCpF22PRCoWtiDa-C1K2GxdZKk%3D

    VG
    Mark

  • Mark

    Auf die Frage, ob Ihr „Regeln“ für die Notfallmedizin sammeln sollt?:

    Auf alle Fälle! Heuristiken können uns helfen an Dinge zu denken und ähnliche Situationen zu erkennen.

    Drei an die ich immer denken muss sind:

    Ein Anästhesie Mantra das ich immer wieder eingehämmert bekommen habe:

    „Trust no one, belive nothing, give oxygen“

    Das lese ich im Sinne von CRM so:
    Habe Zweifel, nichts annehmen, Oxygenieren ist wichtiger als Intubieren.

    und

    „air goes in and out,
    blood goes round and round,
    any variation of this is a bad thing“

    und

    „Thorax hart, Abdomen weich, Variationen machen Arbeit“ (Credit geht an Tim)

    VG

    Mark

  • Katharina

    Hallo. Habe euren Podcast für meinen Weg zur Arbeit neu entdeckt. Vielen Dank dafür!

    Ich habe auch 2 Regeln in der Notfallmedizin:

    1. „Lass dein Ego zu Hause!“
    Man sollte lieber einen rosa Zugang sicher etablieren als 3 graue verstechen, nur weil man es als persönliche Herausforderung sieht. Und man darf solche Dinge auch gerne an das Rettungspersonal delegieren, wenn man einen schlechten Tag hat. Rettungsdienst sollte ohnehin Teamarbeit sein und nur das Ergebnis zählt.

    2. „When in double, put it out“
    Die Regel ist wohl relativ weit verbreitet. Sollten Zweifel an einer korrekten Tubuslage bestehen, raus mit dem Teil und zurück zu beutel/Maske, neuer Versuch oder larynxmaske

    Noch eine Rückmeldung zur Novemberfolge: ihr habt dort von Pflegegruppen gesprochen. Meines Wissens nach heißt das aber Pflegegrad.

    Liebe Grüße

  • Philipp

    Hallo,

    vielen Dank für Euren tollen Podcast. Ich höre Euch regelmäßig auf dem Weg zwischen Heimat- und Studienort oder beim Laufen. So geht die Fahrtstrecke schnell um und man lernt immer wieder Neues!

    Absolut hörenswert auch Euer Beitrag zu den Regeln in der Notfallmedizin. Da ich neben dem Medizinstudium selbst als NFS im Rettungsdienst tätig bin, habe ich auch ein paar eigene Regeln, die ich gerne mit Euch teilen würde:

    „KTW ist, was man draus macht!“
    Nur weil ein vermeintlich langweiliger KTW-Einsatz ansteht, heißt das nicht, dass die Patienten nicht vielleicht doch schwer krank sind. Hier heißt es aufmerksam sein und keine Fixierungsfehler begehen. Der Klassiker: Die Oma mit AZ-Verschlechterung, die mit einer dicken fetten Sepsis zu hause sitzt und auf den Krankenwagen wartet.

    „Wer nix kann, kann Decke!“
    Klingt zwar platt – ist es auch – hilft aber, den Wärmeerhalt noch mal ins Bewusstsein rücken. Spätestens wenn man mit seiner ersten Untersuchung durch ist, Decke drüber. Denn der Wärmeerhalt ist extrem wichtig – nicht nur bei Traumapatienten. Ihr thematisiert das ja auch regelmäßig in Euren Beiträgen.

    „Zugänge wickeln“
    Oftmals werden selbst Zugänge, die man regelrecht gepopelt hat, eher lieblos festgeklebt und fixiert. Ich bin Fan davon – nachdem man sicher ist, dass der Zugang richtig liegt und läuft – Zugänge mit einer Mullbinde zu fixieren. Je kranker, je schlechter die Venen, je aufwändiger Rettung/Transport (Treppe rauf/runter, Schleifkorb,…), desto eher. Es ist nämlich super ätzend, wenn der Patient reanimationspflichtig wird, man ihm von der Kücheneckbank auf den Boden zerrt und dann auch noch den Zugang zieht bei der Aktion…

    „“Kotzponcho“ bauen schützt Gurte und Kabel“
    Mehr oder weniger häufig fährt man kotzenden Patienten oder Patienten, denen schlecht ist. Hier bietet es sich manchmal an, einen Kotzponcho (abgeguckt bei einem alten Kollegen) zu basteln: In die Mitte einer Patienten-Einmaldecke ein Loch machen, weiten, dem Patienten (natürlich nachdem man dem Patienten erklärt hat, was passiert) über den Kopf ziehen. Schon hat man ein großes Lätzchen (oder eben einen Kotzponcho) und die Gurte und Kabel sind einigermaßen sicher vor grober Verschmutzung. Den Sicksack ersetzt eine solche Bastelarbeit natürlich nicht.

    Macht weiter so! Ich freue mich auf Eure neuen Beiträge!

    Gruß

    Philipp

  • Lena

    Danke für eure imme wieder tollen Podcastfolgen!
    Höre euch sehr gerne, aktuell vor allem beim Gärtnern.

    Ich finde die Rechtsmedizin-Beiträge super spannend, daher darf der nächste Beitrag dazu von mir aus auch gerne zeitnah kommen. Die Unsicherheit ist doch immer wieder groß, insbesondere bei Kindern mit suspekten Verletzungen.

    Viele liebe Grüße und weiter so!

  • Kristin

    Heya!
    Hab mir in meinen letzten RTW Diensten häufig Gedanken gemacht, was meine Regeln eigentlich sind und ob ich überhaupt welche habe.

    Tatsächlich fallen mir wirklich viele ein, die ich oft daran festmachen kann, dass sie aus und durch kritische Einsätze entstanden sind – ganz nach dem Motto ‚Aus Fehlern lernt man‘ Meine wichtigsten wären vermutlich die hier:

    1. Better safe than sorry.
    Ganz klar – wenn ich unsicher bin, ein schlechtes Bauchgefühl habe, dann entscheide ich oft zu Gunsten meines Bauchgefühls. Jetzt hat mein Bauchgefühl keine Evidenz, aber lieber geh ich auf Nummer sicher.

    2. Sei dir bewusst, wo der nächste Sauerstoff ist.

    3. Beschrifte die Spritzen. Immer.

    4. Komm vor die Lage
    Eigentlich ja ein Begriff und eine Anweisung aus der Gefahrenabwehr, aus dem Katastrophenschutz. Aber vor die Lage zu kommen, ist auch im medizinischen Setting durch aus sinnvoll.

    Die Regel: ‚Kommuniziere, dass der Patient/die Patientin kritisch ist‘ werde ich in Zukunft auch in mein Regel-Portfolio übernehmen – das passiert irgendwie häufiger, dass Informationen bei Kolleg:innen nicht ankommen, erst vor kurzem wieder gemerkt.

    Auf jeden Fall richtig spannender Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Kristin

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