Hauptfolge Juni 2026 – Folge 90

Für die Abkühlung am See, den Lauf am frühen Morgen oder den Weg zur Arbeit oder in den Urlaub haben wir auch diesen Monat wieder etwas für euch vorbereitet: Wie immer erwartet euch ein spannender Journalclub, diesmal mit unterschiedlichsten Studien aus Präklinik, Notaufnahme und Intensivmedizin. Außerdem hat Dana mit einem ganz tollen Gast einen Beitrag über „Perioperative Organschädigung“ für euch aufgenommen und auch die Anästhesieperle und der Lieblingsfehler dürfen natürlich nicht zu kurz kommen. Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Hören!

Hauptfolge Juli 2026 – Folge 91 pin-up-docs – don't panic

Auch in der Sommerhitze ist hier auch diesen Monat wie immer wieder für unterhaltsames Medizinwissen gesorgt: Neben dem altbewährten Journalclub sprechen wir diesen Monat mit Gerrit über perioperative Vasoplegie. Außerdem haben wir wie immer natürlich wieder einen spannenden Lieblingsfehler für euch.
  1. Hauptfolge Juli 2026 – Folge 91
  2. Sonderfolge "Rollenbilder in der Medizin"
  3. Hauptfolge Juni 2026 – Folge 90
  4. Hauptfolge Mai 2026 – Folge 89
  5. Hauptfolge April 2026 – Folge 88

Journalclub

Paula

Qandil M, Ransom P, Shammala MA, Srour A, Khafaja M, Alkhateeb N, Jafar AJN, Abughali S. Pericardiocentesis, drainage and instilled tranexamic acid: definitive management in a 25-case series of penetrating cardiac tamponade. Injury. 2026 May;57(5):113106. doi: 10.1016/j.injury.2026.113106. Epub 2026 Feb 16. PMID: 41760498.

Thorben

Henning

Nehme Z, Mahony E, Nehme E
A randomised controlled trial of defibrillation with manual pressure augmentation during out-of-hospital cardiac arrest, Resuscitation, 2026; 224 (https://www.resuscitationjournal.com/article/S0300-9572(26)00168-1/fulltext)

Dominic

https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2841245

https://www.wbbaek.de/richtlinien-leitlinien/haemotherapie-transfusionsmedizin/querschnitt-leitlinie

https://www.thebottomline.org.uk/summaries/icm/top/?fbclid=PAdGRzdgSL8vJleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZA81NjcwNjczNDMzNTI0MjcAAadeh6cFAtXxfrrhZRXKJk_7bCOsquVLwuOe1Vgp4Dp9OAmQATNWZfEJiYakJA_aem_8VOkqQBJDcoDDYpc_Kqywg

Jan

Perioperative Organschädigung

Artikel zum Beitrag: https://www.ai-online.info/archiv/2026/03-2026/akute-perioperative-organschaedigung-bedeutung-diagnostik-und-praevention.html

Atemübungen: https://www.youtube.com/watch?v=I-Lqa2zKk70

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6 Kommentare

  • Urs Pietsch

    Zur eurer Beatmungsumfrage auf der Intensivstation eine kurze Meldung von uns; Standard bei uns in der Ostschweiz im Kantonsspital St Gallen ist meistens ASV (Adaptive Support Ventilation und IntelliVent-ASV). Hauptfokus heut zutage ist der Driving pressure (sicher der stärkste unabhängige Prädiktor für Mortalität und lungenprotektive Beatmung, wenn man die aktuelle Literatur anschaut, ml/kg zumindest in den aktuellen Daten ehr zweitranig!) Viele Grüsse aus der Schweiz! Macht weiter so, klasse Podcast! Urs

  • Sebastian Friese

    Liebe Pin-Up-Docs,
    ich weiß nicht genau, wie ihr Corona verbracht habt, meine Erinnerung daran sind noch sehr plastisch und leider meistens nicht gut. Wenn ich mir jetzt anhöre, dass ein Kollege freimütig erzählt, aufgrund seiner tollen Kontakte zum Stader Rettungsdienst als Angehöriger mit seiner Oma mitgefahren zu sein, Entschuldigung, das macht mich fassungslos. Ja, Lockdown war Mist. Ja es war für uns alle nicht einfach. Aber das hatte einen Grund. Wir alle haben die Menschen auf unseren Intensivstation auf den Bauch gedreht und viele von ihnen sterben sehen. Wir alle mussten Angehörigen mitteilen, dass sie leider nicht einfach so zu Besuch kommen können. Wir alle haben Menschen alleine sterben sehen, weil niemand zu ihm durfte. Wenn dann ausgerechnet Kollegen sich herausnehmen, dass für sie die Regeln nicht gelten, ich kann es nicht anders sagen, das kotzt mich an!
    Mag sein, dass diese Zeit mehr emotionalen in Erinnerung geblieben ist, aber das konnte ich nicht so stehen lassen.

  • Phil Wittenbrink

    Hallo ihr lieben:)
    ich wollte euch gerne einmal einen Kommentar zu der Juni folge zum Thema Beatmungsmodi geben.
    ich arbeite an der. Erwähnten Uni in Bonn. Und ja hier wird Beatmungsmedizin beziehungsweise Therapie Teilweise sehr sehr hoch gehängt( die Umsetzung im Alltag sei mal dahingestellt)
    Unsere Standard Beatmungsform am Dräger ist tatsächlich APRV, also nicht nur im ARDS.
    Allerdings wird sie beim. Standardmässig beatmeten Patienten eher als klassische BiPAP Beatmung genutzt. Letztlich ist APRV ja auch nur BIPAP mit sehr langem hohen und sehr kurzem niedrigem Druckniveau.
    mein Chef tickt regelmäßig aus wenn er am Beatmungsgerät BiPAP liest.

    Jetzt einmal zu der Begründung warum das Ganze bei uns so läuft:
    Hauptstreitpunkt ist die Druckunterstützung Bei Sportanatemzügen.
    im APRV kann man keinen pressure support einstellen. wenn BiPAP doch genutzt wird, dann NUR mit nem pressure support von null.
    Uns wurde das ganze erklärt Mit Bezug auf Transpormonale Drücke.
    Mit einer Drucksonde im ösophagus lassen sich die Transpormonalen drücke
    ja messen.
    Und bei einem druckunterstütztem spontanen Atemzug Im BiPAP(insbesondere auf dem hohen Druckniveau) steigt der transpormonale Druck eben extrem an kurzzeitig.
    Ich glaube so habe ich das bei uns aufgeschnappt 😀

    Deshalb atmen bei uns die Patienten immer nur ohne Druck Unterstützung spontan mit. druck unterstützte Sportanatmung gibt es nur im klassischen CPAP ASB Modus.
    Sobald eine kontrollierte Beatmung dazu kommt. Fliegt die Druckunterstützung raus.
    (Und es ist rein druck kontrolliert. Komplett ohne eingestelltes Tidalvolumen)

    Das wollte ich euch gerne einmal mitteilen. Wenn ihr mögt können wir auch gerne noch mal. Detaillierter darüber sprechen. ich muss sowieso noch mal mit unserem Beatmungspapst. Darüber sprechen:D
    Ich freue mich auf eure Rückmeldung:)

    Liebe Grüße
    Phil

  • Johannes

    Liebe Pin-Up-Docs,

    erst mal vielen Dank für euren tollen Podcast. Ihr bietet einfach eines der besten FOAM Angebote im deutschsprachigen Raum!

    Auch ich bin eine Intensivpflegeperson, die (in gewissen Leitplanken) große Teile der Beatmung eigenständig steuert. Auf unserer Station wird fast ausschließlich BiPAP beatmet. Bei uns führt das ebenfalls immer wieder zu VT’s, die von den 6ml pro Kg Idealgewicht abweichen. Ein Sonderfall sind da vielleicht noch die VV-ECMO Patient*innen, bei denen wir Frequenz und Pinsp bewusst jeweils auf 10 einstellen, um die mechanical power zu reduzieren.
    Viel interessanter als die Frage, ob Volumen- oder Druckkontrolliert beatmet wird, finde ich die Frage, ob kontrolliert oder assistiert geatmet wird. Vor meiner jetzigen Station habe ich in einer Abteilung gearbeitet, die sedierungsfreie Intensivmedizin umsetzt. Statt mit Propofol und Sufenta wird die Tubustoleranz bei intubierten Patient*innen dort mit Oxycocon (p.o.) und Piritramid (i.v.) errreicht. Mit außnahme von Patient*innen mit einer strengen Indikation für eine Normokapnie, atmen dort alle Patient*innen im CPAP mit einem Pressure support von 1mbar + aktiver Tubuskompensation. Zur Bauchlage wurde im ARDS zusätzlich Sevofluoran eingesetzt, um auch hier eine Spontanatmung zu ermöglichen.
    Ob dieses Konzept für alle Patient*innen richtig ist, darüber lässt sich in meinen Augen auf jeden Fall streiten. Fest steht jedoch, dass man sich auf diese weise das Weaning „spart“ und ich selten so viele intubierte Patient*innen außerhalb ihres Bettes gesehen und betreut habe.

    Viele Grüße

    Johannes

  • Simon

    Liebes Team,

    Wollte nur zum piritramid einwerfen, dass die Gabe als kurzinfusion von Gutachtern teils als kontinuierliche Medikamentengabe ohne adäquates Monitoring betrachtet wird, da der spitzenspiegel und damit auch die maximale respiratorische Insuffizienz erst viel später unerreicht wird.

    Lg
    Simon

  • Thomas

    Kann es sein dass die Shownote mit dem Link für die Google Karte zum Thema „Trinken bis zum Abruf“ von Anne Rüggeberg vergessen worden ist ? 🙂 wäre super

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