Podcast April 2022 – Folge 39

Wir präsentieren: Die April-Folge 2022.

Es erwartet euch unser Journal-Club, alles zum perioperativen Temperaturmanagement und viele spannende Fakten zum hämodynamischen Monitoring

Viel Spaß beim hören!

Kommentare

https://link.springer.com/article/10.1007/s00134-002-1298-2

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/782280/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3535567/

Vermischtes

13. Notfallsymposium der AGNN in Lübeck-Travemünde

Journal Club

Johannes:

Association between delays to patient admission from the emergency department and all-cause 30-day mortality. Emerg Med J. 2022 Mar;39(3):168-173. doi: 10.1136/emermed-2021-211572. Epub 2022 Jan 18.

Association of Recent Use of Non-Vitamin K Antagonist Oral Anticoagulants With Intracranial Hemorrhage Among Patients With Acute Ischemic Stroke Treated With Alteplase. JAMA. 2022 Feb 22;327(8):760-771. doi: 10.1001/jama.2022.0948.

Femoral artery Doppler ultrasound is more accurate than manual palpation for pulse detection in cardiac arrest. Resuscitation. 2022 Feb 4;S0300-9572(22)00032-6. doi: 10.1016/j.resuscitation.2022.01.030. Online ahead of print.

Thorben:

Yang C, Möttig F, Weitz J, Reissfelder C, Mees ST. Effect of Genre and amplitude of music during laparoscopic surgery. Langenbecks Arch Surg. 2022 Mar 24. doi: 10.1007/s00423-022-02490-z. Epub ahead of print. PMID: 35332368.

Tsay SV, Bartoces M, Gouin K, Kabbani S, Hicks LA. Antibiotic Prescriptions Associated With COVID-19 Outpatient Visits Among Medicare Beneficiaries, April 2020 to April 2021. JAMA. 2022 Apr 8:e225471. doi: 10.1001/jama.2022.5471. Epub ahead of print. PMID: 35394497; PMCID: PMC8994157.

Dana:

Tanabe R, Hongo T, Mandai Y, Inaba M, Yorifuji T, Nakao A, Elmer J, Naito H. Emotional work stress reactions of emergency medical technicians involved in transporting out-of-hospital cardiac arrest patients with „do not attempt resuscitation“ orders. Resuscitation. 2022 Apr;173:61-68. doi: 10.1016/j.resuscitation.2022.01.028. Epub 2022 Feb 7. PMID: 35143903.

Edwards JM, Nolan JP, Soar J, Smith GB, Reynolds E, Carnall J, Rowan KM, Harrison DA, Doidge JC. Impact of the COVID-19 pandemic on in-hospital cardiac arrests in the UK. Resuscitation. 2022 Apr;173:4-11. doi: 10.1016/j.resuscitation.2022.02.007. Epub 2022 Feb 10. PMID: 35151777; PMCID: PMC8828439.

Song J, Ahn S, Kim J, Cho H, Moon S, Choi SH, Park JH. Sex-related disparities in the in-hospital management of patients with out-of-hospital cardiac arrest. Resuscitation. 2022 Apr;173:47-55. doi: 10.1016/j.resuscitation.2022.02.003. Epub 2022 Feb 10. PMID: 35151775.

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11 Kommentare

  • Chris

    Hallo!
    Du sagst ein Vorteil der Low/minimal-flow Anä ist die Erwärmung des Atemgases (und die damit verbundene Atemgasklimatisierung, mukozilliare Clearance, …). So findet sich das auch in der Literatur! Zwei Fragen: bei uns im Haus verwenden wir im OP nur unbeheizte Beatmungsschläuche. Darin kondensiert Wasser. Wie warm wird das Atemgas vom Narkosegerät gemacht und wie viel kommt nach 1,5 m Schlauch noch beim Pat an? Rettet letztlich nicht nur der HME-Filter die Atemgasklimatisierung?

    • Markus

      Letztendlich ist es keine aktive Erwärmung („Wie warm wird das Atemgas vom Narkosegerät gemacht“), sondern die Teile des Narkosegerätes, die mit der warmen Ausatemluft in kontakt kommen, erwärmen sich. Je weniger Frischgas dazu kommt, desto mehr der Körperwärme bleibt erhalten.
      Bei einem Beatmungsgerät (keine Rückatmung) werden oft beheizte Schläuche genutzt, bei einem Narkosegerät wird hoffentlich ein Großteil des Gases rückgeatmet, da ist das aktive Erwärmen nicht umbedingt notwendig. Ob es dazu Literatur gibt, weiß ich nicht.

      Bedenken sollte man bei der Gasklimatisierung, dass komprimiertes Gas aus der Wand (Versorgungsleitungen mit 5 bar) auf Raumluftdruck entspannt werden, dadurch ist dieses Gas viel kälter als die Umgebungsluft. Daher ist es sinnvoll, hiervon so wenig wie möglich in das System reinzugeben (auch aus anderen Gründen, Umweltschutz etc).

  • Markus

    Ein kleiner Tipp zur Fehler-Verhinderung bei der TIVA:
    im Fallbeispiel War einer der Faktoren, der zur Propofol-unter / Remi-Überdosierung Geführt hat eine Vertauschung der Spritzen-Schächte (gemeinsam in einem Gerät)

    Ich bevorzuge eine entsprechende Dosierung, die recht einfach zu rechnen ist und eine schnelle visuelle Kontrolle ermöglicht. Auch bei einem programmierten Perfusor wird in der Regel die Laufrate, Die sich aus der Programmierung ergibt, in Millimeter/Stunde angezeigt.

    Wenn Man Propofol 2% und Remi 40 Mikrogramm/ml nutzt, entspricht die Laufrate in ml etwa 1/3 des Körpergewichts in kg. (Erwachsener, Normalgewicht).
    Beispiel: 75 kg Patient
    Laufrate 25 ml/h Propofol 20mg/ml —> knapp 7 mg/kgKG/h
    Laufrate 25 ml /h remifentanil 40 Microgram/ml —> 2,2 Mikrogramm/kgKG/min

    Lässt sich im Notfall auch schnell in normalen / nicht programmierbaren Perfusoren einstellen Oh und er möglich gleichzeitig die sehr schnelle Visuelle Kontrolle der Laufrate. Wenn die Laufrate in Milliliter Stunde Sehr weit von ein Drittel des Körpergewichtes abweicht, hat es entweder einen guten Grund oder ist eine Fehlprogrammierung – außerdem wäre in eurem geschilderten Fall eine Verwechslung der beiden SpritzenPlätze Im programmierbaren Perfusor Vermutlich folgenlos geblieben, da die Laufraten relativ ähnlich sein werden

    Bei kurzen Narkosen funktioniert es natürlich auch mit Propofol 1 % und Remi 20 Mikrogramm/ml – Hier wäre die erwartbare Laufrate im Bereich von zwei drittel des Körpergewichts

    Pragmatischer Ansatz, der zum einen eine schnelle Grob Einstellung ermöglicht, zum anderen hilft, FehlerQuellen schnell aufzudecken

  • Chris

    Zu der Vermutung, dass die Pulsoxymetrie durch die undulierende Kurve einen Rückschluss auf den Volumenstatus ermöglicht, habe ich im Podcast Young Urban Anaesthesiologists Folge Pulsoxymetrie bei ca. 17 Min gefunden:
    Plethysmografie: Messverfahren, das manche Hersteller anbieten, mit dem Volumenschwankungen dargestellt werden können. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Volumenreagibilität ziehen. Manche Geräte besitzen sogar Algorithmen, die voraussagen sollen, ob Pat auf 250 ml Kristalloide Lösung mit der Steigerung des HZV reagiert.

    • Jochen

      Das würde ich weniger anhand der visuellen Darstellung der Plethysmographie versuchen, sondern eher den Perfusionsindex zu Rate ziehen. In 10 Jahren wird das flächendeckend verfügbar sein, einige Geräte (Corpuls C3 u.a.) bieten das bereits an. Bspw. im Rahmen der Früherkennung der Neugeborenensepsis gibt es hier relevante Daten. Leider ein viel zu wenig genutzter „geschenkter“ Wert.

      • Dana Maresa Spies

        Hallo lieber Chris, hallo lieber Markus!
        Super interessante Statements von Euch! Bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird und hoffe, diese Parameter auch irgendwann routiniert einsetzen zu können.
        @Markus hast du eine Quelle worauf Du Dich beziehst? Wäre spannend zu lesen 🙂

        Herzlichste Grüße von den Pin-up-docs,

        Dana

  • Johannes

    Danke für den Deep-Dive in die Thermoregulation, da hab ich echt noch mal dazu gelernt.
    Trotzdem eine kleine Nerd-Besserwisserei: Es ist Nefopam, nicht Nofepam. Und es ist Pethidin, nicht Phetidin.

  • Jasper van der Ham

    Hallo liebes Pin-up-docs-Team!

    Vielen Dank für eure hervorragende Arbeit, ich feier euch jeden Monat (meist sogar zweimal, die inneren Werte mit eingeschlossen).
    Liebe Dana, dein Thema Volumenmanagement hast du sensationell aufgearbeitet, Danke!

    Ein Detail kann ich bezüglich der physiologie der Thermorezeption noch hinzufügen.
    Da bei einer Verbrennung/Verbrühung auch schnellere A-Delta-Fasern mit stimuliert werden, hat man oft initial ein paradoxes Kälteempfinden, bevor die langsamen C-Fasern einem mitteilen, dass man sich doch verbrannt hat.

    Macht weiter so!
    VG aus dem Süden, Jasper

  • Sabine

    Hallo Dana,

    du zitierst in deiner Rückbesprechung der Märzfolge eine Studie die Mark erwähnt hat über die Relaxierung und das BIS-Monitoring. Könntest du bitte die Studie noch genauer nennen. Hatte davon auch schon gehört – auch als Selbstversuch mit LaMa und abgebundener rechten Hand, um eine Möglichkeit zu haben sich irgendwie bemerkbar zu machen.
    Hat mir nur keiner glauben wollen und würde es gerne mit Literatur mal belegen. Vielen Dank! Sabine

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