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Samstag ist Journal Club Zeit, zumindest bei uns auf dem Sofa. Wir möchten euch einmal wöchentlich ein, unser Meinung nach,  wegweisendes Paper aus dem Bereich der Intensiv- , Notfallmedizin oder Anästhesie präsentieren.

Heute starten wir mit einer Publikation unserer Kollegen der Universitätsmedizin Marburg, die untersucht haben ob es einen Überlebensvorteil für Patienten im kardiogenen Schock gibt, falls man Ihnen eine mechanische Kreislaufunterstützung zukommen lässt. In diesem Fall wurde speziell die Impella untersucht.

...weiterlesen "Mechanische Unterstützung bei kardiogenem Schock"

Über kurz oder lang wird es euch ereilen, wir nennen es das "First-Commander"-Telefon oder auch die Kümmerungshotline.
Auf diesem Telefon werden euch jeder Rettungsdienst, jeder Dienstarzt jeder Fachabteilung, die Pflege, die ZNA, im Zweifel irgendwelche Hausärzte oder auch gerne mal Ärzte anderer Krankenhäuser anrufen. Das Ziel des Anrufes ist immer das selbe, ihr sollt euch kümmern oder einen Patienten übernehmen. Kümmern kann man schon von Normalstation, kein Problem, ist es doch die Haupttätigkeit eines Assistenzarztes.

...weiterlesen "Neuer Patient ? Von der Aufnahme auf die ITS"

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu und damit stehen für viele Assistenzärzte neue Rotationen auf dem Programm (Vorausgesetzt es gibt in eurer Klinik einen funktionierend Rotationsplan).

Für den ein oder anderen wird es der erste Einsatz seines Lebens in einem Funktionsbereich sein, in dem derjenige mit Notfallmedizin und akut lebensgefährdeten Patienten in Kontakt kommt. Daher ist verständlicherweise die Nervosität oft groß und wir wollen auch einen kleinen Survival-Guide für die ersten Schritte in eurem neuen Mikrokosmos mit an die Hand geben.
In diesem ersten Übersichtsartikel werdet ihr wenig konkrete medizinische Tipps finden, diese "Kochrezepte" folgen in loser Reihenfolge in eigenen Artikeln. ...weiterlesen "Einarbeitung auf der ITS, in der ZNA und in jedem anderen Funktionsbereich"

Heute mal ein Fallbeispiel, welches uns innerhalb der letzten Monate in unser ZNA ereilt hat. Ihr seid der der internistische Dienstarzt und habt ca. 10 Stunden eures Dienstes mit ziemlich vielen Lappalien verbracht, aber jetzt kommt euer Blut noch einmal durch einen Telefonanruf in Wallung.

Es meldet sich ein RTW und kündigt einen Patienten an:

48 Jahre, therapierefraktäre Hypoglykämie (bereits 16 g  Glukose durch RD erhalten), keine Vorerkrankungen bekannt ...weiterlesen "Eine normale Hypoglykämie ?"

Jeder von uns nutzt Opioide fast täglich. 2015 wurde die S3 Leitlinie zur Langzeitverordnung von Opioiden bei Nichttumorschmerz herrausgegeben. Trotzdem gibt es abseits vom Tumorschmerz so gut wie keine Evidenz zu diesem Thema.  Im Rahmen von langanhaltenden Schmerzen mit hohem Schmerzmittelbedarf kommt häufig die Opioidrotation zur Anwendung. Gerade bei hohen Dosen kein ganz ungefährliches Unterfangen. Umso spannender, dass das Deutsche Ärzteblatt eine Handlungsempfehlung zu diesem Thema herraus gegeben hat.

Die PIN-UP Docs haben das Wichtigste für euch herrausgearbeitet: ...weiterlesen "Handlungsempfehlungen zum Thema Opioidrotation"

Die sehr durchdachte Stellungnahme der DGIIN zur Pflegepersonaluntergrenze (PPU).

Kernpunkte:

  1. Neben einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen muss auch eine Verbesserung der Lohnstruktur erfolgen; Außerdem praxisnahe Akademisierung des Pflegeberufes, insbesondere in Risikobereichen
  2. Die PPU könnte zu einer deutschlandweiten Sperrung von ITS Betten führen.
  3. Die PPU könnte zu einem vermehrten Einsatz an Zeitarbeitskräften führen
  4. Die DGIIN fordert eine Schließung von kleinen wenig leistungsfähigen ITS um Personal für die Schwerpunktversorger freizusetzen
  5. Der Schlüssel 2:1 ist insbesondere bei Organersatzverfahren nicht ausreichend
  6. Die PPU bezieht sich auf den Schlüssel Patient/Pflegende nicht ITS-Bett Pflegende - dies ist insbesondere bei der Bewältigung von Notfällen relevant
  7. Der für die PPU verwendete TISS ist ungeeignet
  8. Für die Finanzierung der ITS-Pflegekräfte könnte das österreichische Model Vorbild sein
  9. Notaufnahmen sind ebenfalls personalintensive Bereiche für die ein neues Bemessungsmodell geschaffen werden muss
  10. Einbeziehung der medizinischen Fachgesellschaften und Pflegekräfte in die weiteren Verhandlungen

...weiterlesen "Stellungnahme der DGIIN zur Pflegeuntergrenze"

Spannende Studie über Bikarbonat bei schwerer metabolischer Azidose aus the lancet.

Kernaussage: Bei pH < 7.20 und moderatem bis schweren akuten Nierenversagen zeigen sich Trends zu einem besseren Outcome.

Gründe hierfür könnten ein seltener erforderlicher Einsatz von Dialyseverfahren oder ein besseres Ansprechen auf Vasopressoren sein.

Habt ihr hierzu eigene Erfahrungswerte?

Zwar haben wir in Deutschland mit der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV im AMG) einen mehr oder weniger wirksamen Kontrollmechanismus. ABER:

Wir alle müssen aufpassen, dass die Pharmaindustrie uns nicht diktiert was ein Menschenleben kostet.

Evzio ist übrigens ein Naloxon Autoinjektor. Eine Ampulle Naloxon kostet in Deutschland ca. 5,20€ (Einzelhandel). Kalèo lässt sich also nicht die Entwicklung eines Medikamentes (patentiert 1961) oder eines Autoinjektors (bekannt z.B. aus der Anaphylaxie als Adrenalin-Autoinjektor) bezahlen, sondern betreibt lediglich Gewinnmaximierung auf ekelhafte Weise in einer schweren Krise.

Als Vergleich: Das in Deutschland zugelassene Nyxoid (Nalaxon Nasenspray) kostet ca. 45€.

So jetzt habe ich mal wieder Blutdruck! Was kostet Ramipril? 😏

Dennoch einen schönen Start ins Wochenende

Hier der aktuelle Artikel von Zeit.Online

Schwerpunkt: Antiarrhythmika

Mein Eindruck: "Nichts genaues weiß man"