Podcast Januar 2022 – Folge 36

Die erste Folge im Jahr 2022 ist da und wir haben spannende Themen für euch: Neben unserem bewährten Journal Club, haben wir uns mit der DSO über die Identifikation von Organspender*innen unterhalten, diskutieren die anästhesiologischen Implikationen bei Patient*innen mit OSAS und versuchen euch beim Management von Patient*innen unter DOAK’s einen Roten Faden zu geben. Hört rein!

Journal Club

Thorben:

Daniel NJ, Storn JM, Elder JH, Chevalier JI, Weinberg NE. Clinical utilization of a sous vide device in the acute rewarming of frostbitten extremities. Am J Emerg Med. 2022 Feb;52:200-202. doi: 10.1016/j.ajem.2021.12.026. Epub 2021 Dec 16. PMID: 34954564.

Bohé J, Abidi H, Brunot V, Klich A, Klouche K, Sedillot N, Tchenio X, Quenot JP, Roudaut JB, Mottard N, Thiollière F, Dellamonica J, Wallet F, Souweine B, Lautrette A, Preiser JC, Timsit JF, Vacheron CH, Ait Hssain A, Maucort-Boulch D; CONTROLe INdividualisé de la Glycémie (CONTROLING) Study Group. Individualised versus conventional glucose control in critically-ill patients: the CONTROLING study-a randomized clinical trial. Intensive Care Med. 2021 Nov;47(11):1271-1283. doi: 10.1007/s00134-021-06526-8. Epub 2021 Sep 29. PMID: 34590159; PMCID: PMC8550173.

Matchett G, Gasanova I, Riccio CA, Nasir D, Sunna MC, Bravenec BJ, Azizad O, Farrell B, Minhajuddin A, Stewart JW, Liang LW, Moon TS, Fox PE, Ebeling CG, Smith MN, Trousdale D, Ogunnaike BO; EvK Clinical Trial Collaborators. Etomidate versus ketamine for emergency endotracheal intubation: a randomized clinical trial. Intensive Care Med. 2022 Jan;48(1):78-91. doi: 10.1007/s00134-021-06577-x. Epub 2021 Dec 14. PMID: 34904190.

Vallentin MF, Granfeldt A, Meilandt C, et al. Effect of Intravenous or Intraosseous Calcium vs Saline on Return of Spontaneous Circulation in Adults With Out-of-Hospital Cardiac Arrest: A Randomized Clinical TrialJAMA. 2021;326(22):2268–2276. doi:10.1001/jama.2021.20929

Ines:

Kleber C, Haussmann M, Hetz M, Tsokos M, Buschmann CT. Epidemiologic, Postmortem Computed Tomography-Morphologic and Biomechanical Analysis of the Effects of Non-Invasive External Pelvic Stabilizers in Genuine Unstable Pelvic Injuries. J Clin Med. 2021 Sep 24;10(19):4348. doi: 10.3390/jcm10194348. PMID: 34640366; PMCID: PMC8509371.

Fraimow HS, Jungkind DL, Lander DW, Delso DR, Dean JL. Urinary tract infection with an Enterococcus faecalis isolate that requires vancomycin for growth. Ann Intern Med. 1994 Jul 1;121(1):22-6. doi: 10.7326/0003-4819-121-1-199407010-00004. PMID: 8198343.

Paula:

Lee SY, Bae SI, Do SH, Sohn JT, Park JW. The effect of brief pre-anesthetic exercise therapy of jaw and neck joints on mouth opening, neck extension, and intubation conditions during induction of general anesthesia: a randomized controlled trial. BMC Anesthesiol. 2020 Jan 29;20(1):28. doi: 10.1186/s12871-020-0939-8. PMID: 31996130; PMCID: PMC6990593.


Rauch S, Schenk K, Strapazzon G, Dal Cappello T, Gatterer H, Palma M, Erckert M, Oberhuber L, Bliemsrieder B, Brugger H, Paal P. Suspension syndrome: a potentially fatal vagally mediated circulatory collapse-an experimental randomized crossover trial. Eur J Appl Physiol. 2019 Jun;119(6):1353-1365. doi: 10.1007/s00421-019-04126-5. Epub 2019 Mar 20. Erratum in: Eur J Appl Physiol. 2019 Apr 19;: PMID: 30895459; PMCID: PMC6517360.

Zusatzinfos:

https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/897

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0796-0151.pdf

Organspende

https://dso.de

Anästhesie bei OSAS

I got 99 problems but a DOAK ain’t one

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4 Kommentare

  • Markus

    Hallo,

    Das Sous Vide-Gerät könnte ja auch optimal zur anwärmung von FFP genutzt werden … allerdings wird dem das Medizinproduktegesetz entgegenstehen. Ähnliche Probleme (kein Medizinprodukt) sehe ich auch bei der Nutzung zum Aufwärmen von Extremitäten – vielleicht deswegen die 2 minütliche Messung in der Studie, um zumindest nachweisen zu können, keinen Schaden verursacht haben, wenn man kein Medizinprodukt verwendet.

    Eine Anmerkung zu dem Hinweis zu OSAS mit der Nutzung von Pharyngealtuben: Wir wissen, dass OSAS-Patienten eine erhöhte Inzidenz für eine schwierige Intubation haben, durch den Wendl kann man ein potentielles Nasenbluten auslosen, was dann die Intubation wieder erschwert. Desweiteren kann die Nutzung von topischen Lokalanästhetika eine OSAS Problematik verstärken. Daher finde ich den „Tipp“ mit Pharyngealtuben nicht sinnvoll, wenn man zwei Sätze später erwähnt, dass man topische LA im Rachenbereich vermeiden soll und gleichzeitig einen potentiell schwierigen Atemweg erwartet. Solche Empfehlungen sind dann nicht lebensnah

    Die Studie zum Calcium bei der CPR fand ich interessant. Den Inotropie-steigernden Effekt sieht man ja häufig bei der intra-OP bolusgabe – Ich nutze gelegentlich zu der Narkoseeinleitung von kardial schlechten Patienten auch die Gabe von Calcium während dem Spritzen der Induktionsmedikamente (jaja, meist auch mit Ketamin) – zumindest dann, wenn auch das Calcium erniedrigt oder im unteren Referenzbereich liegt.
    Den Calcium-zur-Induktion Tipp habe ich mal in einem Podcast gehört – allerdings finde ich die quelle nicht wieder. Habt ihr dazu Erfahrungen oder zufällig den Podcast auch gehört?

  • Gabriele Fritz

    Es wurde in dem Interview zur Organspende nun überhaupt nichts gesagt über die Rolle der Transplantationsbeauftragten, die es doch angeblich in den Kliniken geben soll und die auch mögliche Organspender:innen identifizieren sollen und das erwähnte weitere Vorgehen in der Klinik koordinieren. Sind diese extra-Aufgaben denn mittlerweile Standard in den Krankenhäusern?

  • Lisdexamfetimon

    Bitte diese Version veröffentlichen und die andere löschen, hab noch was ergänzt 🙂

    Liebe Leute,

    vielen Dank für die letzte Hauptfolge! Es war wie immer super spannend. Da meine Kinder im März bei vorbestehendem OSAS ne Adenotomie bekommen, kam euer Feature genau zur richtigen Zeit, sodass ich weiß worauf ich beim Vorgespräch achten werde und der Anästhesie angemessen auf die Nerven gehen kann 😉

    Auch über das Thema Hängetrauma hab ich mich sehr gefreut und möchte dazu – als inzwischen Theatertechniker – kurz ergänzen:
    Die wirklich gute Erste-Hilfe-Anleitung der Unfallversicherer gibt es hier: https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/897

    Ich werfe mal in den Raum, dass ein Grund für die zügige neue Empfehlung der Flachlagerung auch ist, dass die Kauerstellung vlt. eher dazu führt, dass Reanimationsmaßnahmen verzögert oder gar nicht begonnen werden.
    In der Veröffentlichung werden auch Maßnahmen vorgestellt, um die Zeit bis Bewusstlosigkeit bei freiem Hängen möglichst zu verlängern („Aktivieren der Muskelpumpe“). Das ist zum einen eine für den Ernstfall vorbereitete Seilschlinge, in die man abwechselnd mit den Füßen tritt („Prusikschlinge“). Falls das nicht zur Verfügung steht, soll der Patient aufgefordert werden, sich zumindest nach Möglichkeit in Bewegung zu halten und wechselweise mit einem Fuß auf den anderen treten – letzteres kann man vlt. auch als eintreffender RD mal im Hinterkopf behalten. Ich habe dazu keine Evidenz gefunden, aber es scheint mir plausibel und jedenfalls ohne Nachteile.

    In retten! gab es einen ausführlichen Übersichtsartikel zum Hängetrauma und seiner Behandlung, der die Studie auch aufgreift, open access: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0796-0151.pdf und bei news-papers eine Zusammenfassung davon: https://news-papers.eu/?p=7718

    Ferner: Ein weiterer Ort, an dem Hängetraumen auftreten könnten, sind Theater: bei artistischen Darstellungen nämlich. Und da hat man es häufig mit Patienten zu tun, die weder gut trainiert, noch voruntersucht oder auf den Ernstfall vorbereitet sind, in Kombination mit schlecht angepassten Trageeinrichtungen. Und, by the way, natürlich können auch Stürze aus großer Höhe in Theatern leicht passieren; es gibt dort mitunter Arbeitshöhen von mehr als 20 Metern („Bühnenturm“).

    Liebe Grüße
    Timo

  • Paula Hofstetter

    Hallo Timo!
    Vielen lieben Dank für deinen super spannenden Kommentar!! Ich finde total cool von Dir noch ein bisschen was aus der arbeitsmedizinischen Perspektive zum Hängetrauma zu hören. Das Theater hatte ich absolut nicht auf dem Schirm, wenn ich über Arbeitsplätze in großer Höhe nachgedacht habe!
    Die Publikation der Unfallversicherung ist in der Tat mega gut gemacht, ich wollte sie eigentlich mit in die Shownotes gepackt haben… das wird natürlich nachgeholt! Ebenso die super Übersichtsarbeit, die völlig an mir vorbei gegangen ist.
    Das mit den Reanimationsmaßnahmen ist sicher ein wichtiger Punkt! Ich denke die Empfehlung zur Flachlagerung soll möglicherweise die Erste Hilfe für Laienhelfer einfach grundsätzlich vereinfachen, weil die Erkennung der Differentialdiagnose Hängetrauma gegenüber anderen Schockformen bzw. Problemen für den Laien doch sehr komplex ist und das mit der Kauerstellung für Verwirrung sorgt.
    Liebe Grüße,
    Paula

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